peter gysi objekte und zeichnungen
>>> 15. dezember 2007 -
>>> vernissage: sa. 15. dezember ab 17h
Wenn das Schlichte, das ganz Elementare irritieren kann, dann bei Peter Gysi. Seine frühen Arbeiten, zumeist Schichtungen und Reihungen einfacher, kaum oder gar nicht nachbearbeiteter Bleche und Metallprofile, laden den Betrachter geradezu ein, sie mit einer sehr akkuraten Sammlung von Nutzmaterial ohne Kunstanspruch zu verwechseln. Diese Arbeiten „setzen ihren Kunstcharakter aufs Spiel“, wie Markus Schürpf einmal schrieb. Sie scheinen dem Anspruch der Minimal Art, den Illusionismus der Kunst mit Objekten aufzubrechen, die auf nichts verwiesen, ausser auf sich selbst, besonders radikal zu folgen.
Doch so leicht ist Peter Gysi nicht zu fassen. Gehört doch zu seiner Denk-
Arbeiten in denen Werkzeuggriffe in nutzlosen Schnörkeln enden verbildlichen nicht nur „die Unzulänglichkeiten des Alltags“, wie Gysi lächelnd sagt. In den Werkzeuggriffen wie auch in den oft benutzten Blechen und Metallteilen steckt ein biografischer Verweis. Die Eltern des 1955 in Chur geborenen Künstlers führten eine Eisenwarenhandlung in Arosa. Gysi verliess diesen Rahmen bürgerlicher Geschäftigkeit und besuchte ein Jahr die Schule für Gestaltung in Luzern und bildete sich danach autodidakt weiter. Mit den Materialien der funktionalen Elternwelt begann er seine eigene Kunstwelt zu gestalten.
Metalle formen auch seine faszinierenden Schriftobjekte, wie z.B. EMME – zusammengesetzt
aus Buchstaben, wie sie in Sehschärfe-
Alice Henkes