Ricardo Fernandez Alberti greift in seinen inhaltdichten Bilderwelten zeitgenössische, globale und soziale Themen auf und verwebt diese scheinbar mühelos zu einer neuen Aussage. Dabei bedient sich der argentinisch-uruguayanische Künstler verschiedenster zeitlicher Geschehnisse aus der Realität wie der Fiktion. Er benutzt dabei die formalen und inhaltlichen durchmischten Techniken und Medien wie Zeiträume, in denen Handlungen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander ablaufen. So erscheinen in seinem grossformatigen Werk „somos, fuimos y seremos ton solo fantasmas en el tiempo“ verschiedene Haupt und Nebendarsteller, welche die Bildhandlung beeinflussen. Das Zentrum des Bildes wird geprägt durch das Bildnis der Queen Elisabeth. Zu ihrer rechten Seite entdeckt der Betrachter im Farbendickicht Bambi, das scheue Reh aus dem gleichnamigen Walt Disney Film. Scheinbar gleichzeitig taucht am unteren Bildrand ein groteskes Wesen mit leicht geöffnetem Mund auf. Umgeben von Sprechblasen, die eine abstrahierte Landschaft aufweisen, steigt diese Figur wie aus einer
anderen Zeitebene in den Geschichtsverlauf hinein. Ricardo Fernandez Alberti’s Bildsprache webt Geschichten, arbeitet mit dichten Aussagen ohne plakativ zu sein. Der Künstler als moderner Erzähler, als Mittler, der verschiedene Informationen und Aussageformen neu verbindet, um damit neue Sichtweisen auf die bestehenden sozialen Pro blematiken frei gibt.
Ricardo Fernandez Alberti „Retrospektive 2009“
austellung: 18. april – 23. mai 2009
vernissage: samstag 18. april ab 17h
ricardo fernandez alberti „somos, fuimos y seremos ton solo fantasmas en el tiempo“