Roland Adatte „weisser Rabe“ Ausstellung 3.- 31.März 2007

 

Der Künstler Roland Adatte (1951), solothurnischer Preisträger für Malerei des Jahres 2003, widmet sich seit Jahren der Malerei des Gefässes, wobei für ihn der Begriff "Gefäss", den Mensch und seine Umwelt mit einbezieht. Der Mensch als Gefäss seiner Visionen, Obsessionen und Gedanken, oft ähnlich aber niemals gleich, malt Adatte seine Schalen und Krüge. Gerade weil sich das zentrale Motiv, das Gefäss, sich in Roland Adattes Werk in der äusseren Form nur langsam verändert, verlangt es malerisch, die stets erneuerbare Energie des Künstlers. Adattes Bilder thematisieren die Befindlichkeit des Individuums, und dessen Verletzbarkeit. Existentiellen Ängsten, Leiden, und der Vereinsamung der Seele, setzt er Bilder entgegen, die sich den seelischen Zuständen in sensibler Weise annähern, indem sie wirken wie Flügel für die Seele. Der Zugang zu seinem Werk erschlisst sich dem Betrachter auch aus der spürbaren Energie im Werk des Künstlers.

Alles ist in steter Bewegung und pulsiert. Roland Adattes Bilddarstellung ist konzentrisch und erfordert die gesamte Präsenz des Betrachters. Raum ergreifend sind seine Werke auch im übertragenen Sinne, sie konfrontieren den Zuschauer mit der Projektion innerer Bilder und deren subjektiven Interpretation. Trotz dieser aufwühlenden und sich nicht entziehender Charakteristika, sind Adattes Werke sinnliche Bilder. Mit kräftigen Pinsel-

strichen trägt er die Farbe pastos auf die Leinwand auf. Getragen von den dicken Schichten der Farbe, entstehen seine Werke in durchgemalten Tagen und Nächten. Transparent erscheinen dagegen sein Kohlezeichnungen, in denen er dem Schwarz, zarte Farben entgegensetzt. Seine Rastlosigkeit ist auch in seinem Atelier in Biel stets gegenwärtig, wo er über einen längeren Zeitraum hinweg immer an mehreren Werken gleichzeitig arbeitet. Adattes langsam entstehende Bilder, entstammen den Tiefen seiner Seele. Es scheint als werde der Betrachter Zeuge seiner ungebrochenen  Leidenschaft, dem Unsichtbaren, Prozesshaften ein Gesicht zu verleihen. Malen ist für ihn die Auseinandersetzung mit dem Leben selbst. Parallelen zu Martin Disler, mit dem der Künstler eine tief Seelenverwandtschaft verbindet, sind sichtbar. Beide bekennen sich aus einer inneren Notwendigkeit zur Malerei. Mystisch als stamme es aus einer anderen Welt, erscheint Roland Adattes fast monochrom anmutendes jüngeres Werk "weisser Rabe" dem Betrachter. Es bewegt und zentriert zugleich. Umwoben von weichen Linien, gehalten in leichten grau Schattierungen erscheint ein Gefäss, der weisse Rabe, - Bote des Friedens.

 

©Art-House / sm

 

 

 

roland adatte - malerei  - „weisser rabe“

 

ausstellung: 3. - 31. märz 2007

vernissage: 3. märz 2007 - ab 16:00 Uhr

es sprach der schriftsteller und kunstliebhaber andreas urweider, stadtpfarrer biel

 

lichtinstallation “blues” von ute winselmann-adatte

 

„weisser rabe“

es gibt dinge, die es gar nicht gibt; weisser rabe auf der suche nach dem licht

presse tt 03.03.2007