Roland Adatte „weisser Rabe“ Ausstellung 3.-
Der Künstler Roland Adatte (1951), solothurnischer Preisträger für Malerei des Jahres 2003, widmet sich seit Jahren der Malerei des Gefässes, wobei für ihn der Begriff "Gefäss", den Mensch und seine Umwelt mit einbezieht. Der Mensch als Gefäss seiner Visionen, Obsessionen und Gedanken, oft ähnlich aber niemals gleich, malt Adatte seine Schalen und Krüge. Gerade weil sich das zentrale Motiv, das Gefäss, sich in Roland Adattes Werk in der äusseren Form nur langsam verändert, verlangt es malerisch, die stets erneuerbare Energie des Künstlers. Adattes Bilder thematisieren die Befindlichkeit des Individuums, und dessen Verletzbarkeit. Existentiellen Ängsten, Leiden, und der Vereinsamung der Seele, setzt er Bilder entgegen, die sich den seelischen Zuständen in sensibler Weise annähern, indem sie wirken wie Flügel für die Seele. Der Zugang zu seinem Werk erschlisst sich dem Betrachter auch aus der spürbaren Energie im Werk des Künstlers.
Alles ist in steter Bewegung und pulsiert. Roland Adattes Bilddarstellung ist konzentrisch
und erfordert die gesamte Präsenz des Betrachters. Raum ergreifend sind seine Werke
auch im übertragenen Sinne, sie konfrontieren den Zuschauer mit der Projektion innerer
Bilder und deren subjektiven Interpretation. Trotz dieser aufwühlenden und sich nicht
entziehender Charakteristika, sind Adattes Werke sinnliche Bilder. Mit kräftigen
Pinsel-
strichen trägt er die Farbe pastos auf die Leinwand auf. Getragen von den dicken
Schichten der Farbe, entstehen seine Werke in durchgemalten Tagen und Nächten. Transparent
erscheinen dagegen sein Kohlezeichnungen, in denen er dem Schwarz, zarte Farben entgegensetzt.
Seine Rastlosigkeit ist auch in seinem Atelier in Biel stets gegenwärtig, wo er über
einen längeren Zeitraum hinweg immer an mehreren Werken gleichzeitig arbeitet. Adattes
langsam entstehende Bilder, entstammen den Tiefen seiner Seele. Es scheint als werde
der Betrachter Zeuge seiner ungebrochenen Leidenschaft, dem Unsichtbaren, Prozesshaften
ein Gesicht zu verleihen. Malen ist für ihn die Auseinandersetzung mit dem Leben
selbst. Parallelen zu Martin Disler, mit dem der Künstler eine tief Seelenverwandtschaft
verbindet, sind sichtbar. Beide bekennen sich aus einer inneren Notwendigkeit zur
Malerei. Mystisch als stamme es aus einer anderen Welt, erscheint Roland Adattes
fast monochrom anmutendes jüngeres Werk "weisser Rabe" dem Betrachter. Es bewegt
und zentriert zugleich. Umwoben von weichen Linien, gehalten in leichten grau Schattierungen
erscheint ein Gefäss, der weisse Rabe, -
©Art-
roland adatte -
ausstellung: 3. -
vernissage: 3. märz 2007 -
es sprach der schriftsteller und kunstliebhaber andreas urweider, stadtpfarrer biel
lichtinstallation “blues” von ute winselmann-
„weisser rabe“
es gibt dinge, die es gar nicht gibt; weisser rabe auf der suche nach dem licht