D R E A M   I T

bilder zwischen traum und wirklichkeit

 

ricardo fernandez alberti, michael streun

sonja gsell-faesser, therese pfeifer & zaric

mit einer hörinstallation von anna altmeier

 

ausstellung: 5. dezember 2009 – 30. januar 2010

vernissage:  samstag 5. dezember, um 17 Uhr

Träume sind die Stimme der Seele... Unsere hektische Zeit ist geprägt vom Angetrieben-Sein, von sich ständig wechselnden Bildern und Informationen. Innehalten, träumen, den inneren Bildern Raum zu geben, ist ein Luxus geworden. Die Ausstellung „dream it“ greift das Thema der Träume und Visionen in der zeitgenössischen, jungen Kunst auf und gewährt Einblick in ein breites Spektrum träumerischer Arbeiten. Dabei ist der Traum des Einzelnen  stets in Wandlung. So erscheint er im Werk des argentinisch–uruguayischen  Künstlers Ricardo Fernandez Alberti, als kritischer Denkanstoss in unserer globalisierten Welt. In seiner neuen grossformatigen Arbeit muss die ländliche Idylle der Urbanität weichen. Minutiös verwebt der Künstler in seinem Werk Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ebenfalls tiefgründig und inhaltsdicht die zweitteilige Arbeit des Thuner Malers Michael Streun. Temporeich, verworren und farbstark, greift Streun mitten in den Alltag hinein. Seine Arbeit legt unverhüllt Emotionen dar, die zwischen Traum und Wirklichkeit angesiedelt, Innen- wie Aussenwelt erfassen. Dem gegenüber steht  fragil, und in luftiges Blau getaucht, dem Tagtraum ähnlich, das Bild „Weile“ der Berner Malerin Sonja Gsell-Faesser. Das Werk versinnbildlicht eine Zeit, die als solches nicht fassbar, jedoch unermesslich wertvoll ist. Der bewusst monochrom gewählte Bildgrund verstärkt das Gefühl der Zeitlosigkeit und verleiht den Figuren, die zwischen den verschiedenen Bildebenen hindurch miteinander zu kommunizieren scheinen, eine unbekümmerte Leichtigkeit. Auch Worte lassen uns Träumen! So findet sich in der gesprochenen Textinstallation der Künstlerin Anna Altmeier Skurriles zum Träumen wieder. Visionen und Projektionen sind auch in der Traumarbeit der Künstlerin Therese Pfeifer stets gegenwärtig. Aufs neue reisst ihre Arbeit die Oberfläche auf und lässt somit die Tiefe der Träume erahnen. Die traumhaften, aus Beton gearbeiteten Wesen des in Lausanne lebenden Bildhauers Zaric ergänzen die Ausstellung und unterstreichen den Dialog zwischen den Künstlern und ihren „Traumwelten“.

Künstlergespräch in der Galerie